Am Donnerstag, den 16. Oktober 2025, trat auch die Klasse L12b die Reise nach Pappenheim an. Zu Fuß entlang des Triesdorfer Baumlehrpfads machte man sich zunächst mit den hier bekannten Baumarten vertraut und lernte
Am Donnerstag, den 16. Oktober 2025, trat auch die Klasse L12b die Reise nach Pappenheim an. Zu Fuß entlang des Triesdorfer Baumlehrpfads machte man sich zunächst mit den hier bekannten Baumarten vertraut und lernte z.B. die Stiel- von der Traubeneiche, die Rot- von der Hainbuche, den Spitz- vom Bergahorn, die Sommer- von der Winterlinde oder die Ross- von der Edelkastanie voneinander zu unterscheiden.
Daneben konnten hierzulande noch weniger verbreitete Bäume wie Olive, Zypresse, Zeder oder Feige begutachtet werden, die aufgrund der geringen Frosttoleranz im Jungwuchs noch keine nennenswerte Rolle im forstwirtschaftlichen Anbau spielen. Die feuchte Standorte liebende Weide konnte man in Pappenheim entlang der Altmühl nicht nur in klassischer Baumform, sondern auch als dekoratives Element der dortigen ersten bayerischen „Weidenkirche“ bewundern. Danach ging es hinauf zur Pappenheimer Burg, wo die Schüler unzählige Präparate unserer heimischen Tierwelt in Augenschein nehmen und auch die dazugehörigen Laute per Tastendruck abrufen konnten. Anders als eine Woche zuvor war die entsprechende elektrische Vorrichtung wieder intakt. Im Erdgeschoss waren neben dem großen Schalenwild wie Rot-, Reh- oder Schwarzwild auch dutzend unterschiedliche Insekten ausgestellt, von denen einige aufgrund ihres massenhaften Vorkommens (wie z.B. Borkenkäfer) jedem Waldbauern bekannt sind, andere wiederum in ihrem Vorkommen eher Seltenheitswert haben (wie z.B. Hirschkäfer). Die Vielfalt an tierischen Bewohnern unserer natürlichen Umgebung wurde mit diesen Exponaten sehr eindrücklich. Jeder Landwirt weiß mit Sicherheit über Probleme mit dem ein oder anderen Tier zu berichten, sei es der Maisbauer, dessen Anbau durch eine umherziehende Wildschweinrotte bedroht wird oder der Milchbauer, dessen Wiesen durch Folgen von Biberdämmen schwerer zu bewirtschaften sind. Auch Besitzer von Mobilställen für Legehennen konnten die Feinde ihrer eierlegenden Schützlinge - den Habicht oder Rotmilan - genauer unter die Lupe nehmen. Im Obergeschoss gab es neben den Lagerschädlingen wie Mäusen und Ratten zahllose Lurche und Fische zu sehen. Unter anderem konnte man einen Vertreter des seit dem letzten Sommer bayernweit bekannten „Ungeheuers vom Brombachsee“ genauer inspizieren: den Wels bzw. Waller.
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