Bericht und Fotos: Inge Bühler-Saal, StDin a.D., Claudia Geißler-Kraft, Pädagogin
Im Rahmen unseres Projekts zur Kriminalprävention unternahmen die Klassen BIKc und BIKd mit den Projektleiterinnen
Im Rahmen unseres Projekts zur Kriminalprävention unternahmen die Klassen BIKc und BIKd mit den Projektleiterinnen, Frau Geißler-Kraft und Frau Bühler-Saal, einen Unterrichtsgang zur Polizeiinspektion Ansbach. Herr Polizeioberkommissar Däubler und Frau Polizeioberkommissarin Schneider-Hussi gaben uns fachkundige Informationen darüber, welche Befugnisse die Polizei bei der Durchführung einer Personenkontrolle hat und wie man sich als Betroffener verhalten sollte. Wir durften außerdem die Handschellen ausprobieren, den Schlagstock in der Hand halten und eine schusssichere Weste anziehen. Herr Däubler erklärte uns, was die Polizeibeamten bei der Aufnahme einer Straftat dürfen. Er betonte, dass die Polizeibeamten vorab immer versuchen, kritische Situationen durch Gespräche zu lösen, um eine Eskalation zu vermeiden.
Besonderes Interesse hatten alle an der Zelle im Keller des Gebäudes. Herr Däubler erklärte uns, warum die Zelle nur eine minimale Ausstattung hat. Das Gefühl, als Herr Däubler die Zellentür zumachte, war sehr unangenehm und alle waren sehr froh, als sie die Zelle wieder verlassen konnten. Die Idee bis zu 24 Stunden dort ganz alleine – ohne Handy, ohne Beschäftigungsmöglichkeiten – eingesperrt zu sein, gefiel niemandem. Frau Schneider-Hussi zeigte uns, wie Tatverdächtige erkennungsdienstlich aufgenommen werden: welche Fotos gemacht werden, wie die Fingerabdrücke abgenommen werden und wann eine DNA-Probe gemacht wird. Sie erzählte uns anhand von Beispielen auch, welche Auswirkungen (positiv und negativ) die gespeicherten Informationen haben können.
Wir bedanken uns sehr herzlich, bei Frau Schneider-Hussi und Herrn Däubler, dass sie sich viel Zeit nahmen, um uns die Aufgaben der Polizei zu erklären.
Bei der Nachbesprechung des Unterrichtsgangs am folgenden Tag testeten die Schülerinnen und Schüler ihr erworbenes Wissen und beantworteten unter anderem Fragen: Wie ist eine Zelle ausgestattet? Welche Gegenstände hat ein Polizist/eine Polizistin dabei? Wo werden Handschellen angelegt? Vorne oder am Rücken?
Bei der Nachbesprechung zeigte sich auch, dass viele unserer Schülerinnen und Schüler dankbar dafür sind, dass unsere Polizei neutral reagiert, also z. B. Personenkontrollen durchführt unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht und Herkunft der kontrollierten Personen. Einige unserer Schülerinnen und Schüler kennen die Polizei aus ihren Heimatländern als bestechlich und korrupt. Mit diesen Vorurteilen konnte unser Besuch bei der Polizeiinspektion aufräumen.
Bericht und Fotos: Inge Bühler-Saal, StDin a.D., Claudia Geißler-Kraft, Pädagogin
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