PuG live – Lernort Landtag in München
Am 14. April 2026 durfte eine Gruppe von 32 interessierten Schülerinnen und Schülern aus allen Berufsintegrationsklassen, begleitet von ihren Lehrkräften, Frau Geißler-Kraft, Frau Bergler und Frau Bühler-Saal, zum Landtag nach München fahren. Diese Fahrt wurde uns durch die Einladung von Herrn Schalk, Mitglied des bayerischen Landtages (MdL) ermöglicht. Die Kosten für das Mittagessen, die Führung durch das Gebäude durch Frau Ministerialrätin Sieber sowie die Buskosten wurden vom Freistaat Bayern übernommen.
Pünktlich um 8 Uhr starteten wir die Fahrt nach München. Trotz mehrerer Staus und hohem Verkehrsaufkommen kamen wir rechtzeitig am Landtagsgebäude, dem Maximilianeum, an.
Dort wurden wir - nach der Sicherheitskontrolle - von Frau Ministerialrätin Sieber empfangen. Sie begleitete uns zunächst in den Speisesaal, wo wir gemeinsam zu Mittag aßen. Danach durften wir im Plenarsaal auf den Plätzen der Landtagsabgeordneten Platz nehmen. Frau Sieber erklärte uns, wo Frau Aigner, die Landtagspräsidentin, Herr Söder und die Abgeordneten sitzen, welche Parteien vertreten sind und welche Aufgaben im Landtag erledigt werden. Als eine der wichtigsten Aufgaben des Bayerischen Landtags beschrieb Frau Sieber die Gesetzgebung. Alle bayerischen Gesetze werden im Maximilianeum diskutiert und verabschiedet. Der anschließende Spielfilm vertiefte das Wissen über den Landtag und seine Aufgaben.
Bei der Führung durch das Gebäude erfuhren wir seine Geschichte. 1857 ließ König Maximilian II von Bayern das Maximilianeum als Ort der historischen und künstlerischen Erziehung und als Sitz seiner Studienstiftung für hochbegabte junge Männer bauen. Die Stiftung existiert heute noch und es wohnen ca. 50 Studenten - und seit 1980 auch Studentinnen - in einem Flügel. Im Krieg wurde das Gebäude stark zerstört. 1949 mietete das bayerische Parlament das Maximilianeum und baute es zu einem Parlamentsgebäude um.
Zum Abschluss der Führung durften wir wieder im Plenarsaal Platz nehmen. Der Ansbacher Landtagsabgeordnete, Herr Schalk, MdL, begrüßte uns. Unsere Schülerinnen und Schüler hatte einige Fragen vorbereitet, die Herr Schalk geduldig beantwortete. Ein Schüler wollte gerne wissen, welche Ziele Herr Schalk als Jugendlicher hatte. Er erzählte, dass er nach dem BWL-Studium zunächst Geld verdienen wollte. Er hatte schon immer großes Interesse an der Politik und trat in die Junge Union ein, um zu testen, ob die Partei für ihn am besten geeignet wäre. Im Laufe der Zeit bekam er immer mehr Aufgaben und kandidierte schließlich für den Landtag. Herr Schalk ist seit 10 Jahren Mitglied des Landtags, er arbeitet drei Tage in der Woche in München, an den anderen Tagen ist er in seinem Stimmkreis unterwegs. Er hat eine 60-Stunden-Woche.
Die Frage nach dem Bleiberecht interessierte unsere Schülerinnen und Schüler, die aus vielen verschiedenen Ländern (z. B. Afghanistan, Syrien, Nigeria, Türkei, Rumänien, Ukraine) kommen, sehr. Herr Schalk erklärte, dass das Asylrecht Sache des Bundestages sei. Er betonte, dass es sehr wichtig sei, die deutsche Sprache zu erlernen, sich zu integrieren und zu engagieren und – falls erlaubt – eine Ausbildung zu beginnen. Er mahnte sehr deutlich, dass man keine Straftaten begehen dürfe, denn Straftäter würden in jedem Fall abgeschoben.
Mit einem kleinen Präsent aus der Schule bedankten wir uns bei Herrn Schalk und Frau Sieber für ihre Zeit und die vielen Informationen über den Landtag.
Auf der Rückfahrt wurden die von der Klasse BIKd unter der Leitung von Frau Ehmig vorbereiteten Käsesemmeln und süßen Teilchen verzehrt. Vielen Dank an Frau Ehmig für die Vorbereitung und an Frau Kößer für die Organisation.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Herrn Schalk für die Einladung und die Sprechstunde, bei Frau Sieber für die tolle Führung, dem bayerischen Landtag, dass wir den Lernort Schule vor Ort ins Maximilianeum verlegen durften und somit unseren Schülerinnen und Schülern einen praktischen und direkten Einblick in unser Parlament geben konnten sowie beim Freistaat Bayern für die Übernahme der Kosten.
Bericht: Inge Bühler-Saal, StDin a.D.,
Bilder: Claudia Geißler-Kraft, Pädagogin, Inge Bühler-Saal, StDin a.D. sowie Dorota Bergler, M.A.
Wichtige Termine
Kontakt
Staatliches Berufliches Schulzentrum Stammschule Ansbach
Förderschwerpunkt Lernen
Brauhausstraße 9 b
91522 Ansbachr
Downloads