Erste Brut im Schuljahr 26/27
„Küken erzeugen“ lautet in der 12. Klasse ein Lernfeld im Fach „Zucht und Vermehrung“. In der 11. Klasse heißt es „Den Tierbestand reproduzieren“. Grund genug, in beiden Jahrgangsstufen den Brutautomaten für neue Erfahrungen in Gebrauch zu nehmen. Am Montag, den 26. Oktober, schlüpfte nachmittags das erste Küken aus seinem Ei im Schaubrüter des Klassenzimmers der Geflügelwirte. 21 Tage vorher wurden insgesamt sechs Bruteier eingelegt.
Das erstmalige Schieren, d.h. das Durchleuchten der Eier mit einer speziellen Schierlampe fand im komplett abgedunkelten Kellerraum statt. Dabei stellten die Schüler fest, dass alle Eier befruchtet waren, obwohl Herbst war, wo in einer Hühnerherde die Aktivität des Gockels durchaus auch zurückgehen kann. Außerdem wurden die Eier von einer Junghennen-Gruppe entnommen, die gerade erst zu legen begonnen hatte, sodass die Größe der Bruteier nicht der Norm entsprach und deutlich zu wünschen übrig ließ.
Nichtsdestotrotz waren am Tag, nach dem das erste Küken sich den Weg aus dem Ei gekämpft hatte, bereits weitere vier Küken im Brutautomat und ein weiteres Ei angepickt. Nach einem halben Tag Geduldsprobe entschied sich die Klasse, dem Küken im angepickten Ei Geburts- bzw. Schlupfhilfe zu leisten. Dazu hat Lukas Kern kleine Schalenteile rings um das vom Küken ins Ei gepickte Loch entfernt und somit das Küken unterstützt, sodass es dann tatsächlich auch noch das Licht der Welt erblicken konnte. Da das letzte Ei weder angepickt war, noch sich bewegte, wurde es kurzerhand geöffnet. Dadurch konnte aufgrund des Entwicklungszustandes veranschaulicht werden, dass der Embryo kurz nach dem ersten Schieren abgestorben sein muss. Angesichts von insgesamt fünf Küken von sechs eingelegten Eiern konnte die Klasse aber zufrieden auf die erste Brut im neuen Schuljahr zurückblicken.
Anschließend galt es, die fünf Küken im Kükenheim, das ebenso im Klassenzimmer untergebracht war, in ihrer weiteren Entwicklung zu beobachten und zu versorgen, bevor sie dann am Freitag von erfahrenen Schülern – unter anderem auch aus dem Bereich Tierpflege - zur weiteren Versorgung mit nach Hause genommen wurden, wo sie hoffentlich in spätestens fünf Monaten – sofern es keine Hähne werden – für das täglich frische Frühstücksei sorgen werden. Sollten es bedauerlicherweise männliche Exemplare werden, bleibt auf gute Nachbarschaft zu hoffen...
Text/Bild: Markus Diepold, StR
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