Leider musste aufgrund der schlechten Wettervorsagen (Dauerregen und starker Wind) unser geplanter Einsatz im Hutewald bei Oberdachstetten am 23.10.2025 ausfallen.
Leider musste aufgrund der schlechten Wettervorsagen (Dauerregen und starker Wind) unser geplanter Einsatz im Hutewald bei Oberdachstetten am 23.10.2025 ausfallen.
Stattdessen fuhr die Klasse BIKd zusammen mit ihrer Lehrerin, Frau Bühler-Saal, nach Nürnberg. Wir begaben uns in die Nürnberger Unterwelt – in die Wehr- und Geheimgänge tief unter der Burg.
Die Gänge wurden tief im Sandstein-Mauerwerk der Nürnberger Burg angelegt. Ihre Korridore sind meterhoch und man bezeichnet sie als Kasematten. Sie folgen dem Verlauf der Mauern. Etwas unheimlich war es schon, so tief unter der Erde den Gängen zu folgen. Zum Glück hatten wir eine sehr ortskundige und versierte Führerin. Außerdem gab es ausreichend Licht und Belüftungsschächte und sogar eine Versorgung mit frischem Wasser – im 16. Jahrhundert wurden die Lochwasserleitungen angelegt, ein zwei Kilometer langes Stollensystem, das Trinkwasser von der Kaiserburg bis zum Rathaus weiterleitete.
Die Wehr- und Geheimgänge wurden im Mittelalter angelegt, um Nürnberg im Fall einer Bedrohung verteidigen zu können. Die Schießscharten sind von außen nicht sichtbar und von jeder Position aus konnte der Burggraben im Ernstfall verteidigt werden. Das System der verwinkelt angelegten Gänge machte Nürnberg zur am besten geschützten Stadt des Deutschen Reichs.
Einige von den Schülerinnen und Schülern waren dann doch froh, als wir die Gänge verließen und wieder Tageslicht hatten. Allerdings schüttete es wie aus Kübeln und der starke Regen begleitete uns bis zum Bahnhof, bei dem wir völlig durchnässt ankamen.
Bericht und Fotos: Inge Bühler-Saal, StDin a.D.
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