Berufsintegrationsklassen setzten sich für den Naturschutz auf einer Schafhutung in Dombühl ein
Die Berufsintegrationsklassen BIKd und BIKe des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Ansbach-Triesdorf fuhren am 16. Juli 2026 mit ihren Lehrkräften, Inge Bühler-Saal und Daniel Rebelein, nach Dombühl. Am Bahnhof begrüßten der Bürgermeister der Gemeinde Dombühl, Herr Geier, sowie Naturpark-Ranger Herr Krauthahn (Geschäftsführer Naturpark Frankenhöhe e. V.) und Frau Blümlein vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken die Schülerinnen und Schüler.
Das Ziel der Fahrt war das Naturschutzprojekt auf einer Schafhutung in Dombühl. Dieses Projekt hat unter anderem zum Ziel, die Schülerinnen und Schüler, die aus verschiedenen Ländern kommen und in den Berufsintegrationsklassen unterrichtet werden, für den Naturschutz und den Erhalt unserer fränkischen Heimat zu begeistern und sie in ihrer neuen Heimat zu integrieren.
Vor Ort erklärten Herr Krauthahn und Frau Blümlein, wie wichtig der Erhalt der ökologisch wertvollen Kulturlandschaft „Schafhutung“ ist. Dort leben viele kleine Tiere und Insekten und es wachsen unscheinbare Pflanzen - wie z. B. die stängellose Distel oder auch der Wiesenthymian. Das Problem ist jedoch, dass sich Sträucher, wie z. B. Brombeeren, Rosen oder Schlehen, ausbreiten, da sie von den Schafen nicht gefressen werden. Sie machen die Weide für die Schafe unbrauchbar und verdrängen die Heuschrecken, Eidechsen, Schmetterlinge und die seltenen Pflanzen. Deshalb ist es wichtig, die Arbeit des Schäfers zu unterstützen und die dornigen Sträucher zu entfernen.
Nach der Einführung holten sich alle Arbeitshandschuhe und die notwendigen Werkzeuge und begannen – eingeteilt in Gruppen - an unterschiedlichen Stellen der Hutung die unerwünschten Sträucher auszugraben und abzuschneiden. Das Schnittgut wurde sofort in Bigbags gesammelt, damit keine Zweige mit Dornen und Stacheln übersehen würden, denn diese könnten bei den Schafen zu Entzündungen in den Hufen führen.
Trotz der Hitze arbeiteten sich die 16 Schülerinnen und Schüler, die aus der Ukraine, aus Syrien, Afghanistan, Sierra Leone und der Türkei kommen, mit ihren Lehrkräften engagiert und tatkräftig auf der Hutung vor. Immer wieder traten Fragen auf, die Frau Blümlein und Herr Krauthahn geduldig beantworteten: die Klassen wollten z. B. wissen, wie die Tiere und Pflanzen, die sie gerade gefunden hatten, auf Deutsch heißen. So entstanden während der Arbeit gute Gespräche, die den Schülerinnen und Schülern ihre neue mittelfränkische Heimat näher brachten, beim Deutschlernen halfen und die Bedeutung des Naturschutzes praktisch erklärten.
Am Ende des Vormittags hatten die beiden Klassen einen großen Haufen an abgeschnittenen und ausgegrabenen Sträuchern aufgehäuft, der später entsorgt wurde. Bei der Verabschiedung dankten Herr Krauthahn und Frau Blümlein nochmals ausdrücklich allen Schülerinnen und Schülern für ihren wertvollen und ehrenamtlichen Einsatz auf der Schafhutung. Unser Dank ging auch an Herrn Krauthahn, der durch die Kooperation mit dem Naturpark Frankenhöhe e. V. die Erfahrungen in der Natur für unsere Klassen ermöglichte.
Finanziell wurde das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Finanzen und für Heimat im Rahmen des Pilotförderprogramms „Heimat.Engagiert!“ gefördert. Dank dieser Unterstützung war es möglich, notwendige Werkzeuge und dornenfeste Arbeitshandschuhe zu besorgen sowie die Fahrkosten für das Projekt zu finanzieren. Wir bedanken uns ebenfalls bei der Gemeinde Dombühl für die finanzielle Unterstützung.
Bericht und Fotos: Inge Bühler-Saal, StDin a. D.
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